Vererbung

Wer sich mit der Mutationszucht beschäftigt, muss sich auch mit der Vererbungslehre, also der allg. Genetik beschäftigen. Es ist zwingend notwendig seine Zuchtziele zu kennen um von unliebsamen Überraschungen verschont zu bleiben. Beherrscht ein Züchter diese Regeln, so kann er auch seine Spaltvögel mit einer Garantieerklärung abgeben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Die Züchterkollegen werden es danken.

Eine genaue Zuchtbuchführung für jedes Zuchtpaar und eine Zuchtstammkarte für jeden gezüchteten Vogel, ist für mich selbstverständig. Bei den nun nachfolgenden Tabellen sollte man berücksichtigen, das die angegebenen Prozentwerte Durchschnittswerte sind, und auf einhundert Nachkommen hochgerechnet wurden. Auch sollte die Spalterbigkeit von den Elterntieren genau bekannt sein, denn es gibt auch noch Farbveränderungen bei Sittichen die als Modifikation bezeichnet werden. Leider wurde in der Vergangenheit für solche Vögel viel Geld bezahlt. Diese Farbabweichungen sind möglich durch Selektionszucht, Umwelteinflüsse, einseitige Ernährung oder Krankheit, haben also als anerkannte Mutation die auch vererbt, keine Bedeutung.

Somit unterteilt sich die Vererbungsregel bei Halsbandsittichen in folgende Kategorien:

  • Die Geschlechtsgebundene Vererbung
  • Die rezessive Vererbung
  • Die Kombinationszucht
  • Die Dominante Vererbung
  • Die Teildominante Vererbung
  • Die Intermediäre Vererbung
  • Die Vererbung des Ino Faktors

Zur Zeit bemühen sich ernsthafte Halsbandsittich–Mutationszüchter, die Farbe Kobalt und Violett in andere Primärmutationen hinein zuzüchten und es ist klar, das weitere wunderschöne Sekundärmutationen in den nächsten Jahren entstehen werden. Ich habe vor kurzen einen wunderschönen Violett–Cremekopf–Weißschwanz gesehen, einen Traumvogel den man gerne in den eigenen Volieren fliegen sehen möchte.
Wir werden sehen, was uns die Zukunft bringt!

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